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Fachzeitschrift Genetik  
 

Genetik

Genetik steht im Griechischen für Abstammung und im Altgriechischen für Ursprung. Bei derGenetik geht es um die Vererbungslehre und ist damit ein Teilgebiet der Biologie. Die Genetik beschäftigt sich mit dem Aufbau und der Funktion von Erbanlagen sowie mit deren Weitergabe durch Vererbung, also der Weitergabe von Erbinformationen.

Grundlagen der Genetik

Den Umstand, dass bestimmte Eigenschaften vererbt werden können, macht man sich bereits seit Jahrhunderten bei der Tier- und Pflanzenzucht zunutze. Die wissenschaftlichen Erklärungen der Genetik lieferte allerdings erst Gregor Mendel um das Jahr 1865. Mendel untersuchte die Selbstbefruchtung bei der Gartenerbse Pisum Sativum und beschrieb, was er später als Gen, die kleinste Einheit der Vererbung, bezeichnete. Seit der Entdeckung dieser molekularen Grundlagen der Vererbungslehre unterscheidet man verschiedene Spezialgebiete der Genetik:
  • Die klassische Genetik untersucht, in welchen Kombinationen die Gene nach Kreuzungsexperimenten bei den Nachkommen auftreten und wie das die Ausprägung bestimmter phänotypischer Merkmale beeinflusst.
  • Die Epigenetik beschäftigt sich mit der Weitergabe von Eigenschaften auf die Nachkommen, die nicht auf Abweichungen in der DNA-Sequenz zurück gehen, sondern auf eine vererbbare Änderung der Genregulation.
  • Die Molekulargenetik untersucht, wie Gene aufgebaut sind und wie vorhandene genetische Informationen zum Aufbau von Proteinen und anderen funktionellen Genprodukten genutzt werden.
  • Die Populationsgenetik untersucht genetische Strukturen und Prozesse auf der Ebene von Populationen.
Während in der Vergangenheit zahlreiche Erkenntnisse der Genetik auf Beobachtungen und Versuchen mit Pflanzen beruhten, sind diese Erkenntnisse heute auf der Ebene der Molekularbiologie nachprüfbar. In der Tierwelt sind diese Forschungsmöglichkeiten der Genetik allerdings deutlich eingeschränkter, weil wegen der geschlechtlichen Vermehrung stets ein geeignetes Paar zur Verfügung stehen muss. Außerdem gibt es aufgrund der Nähe zum Menschen etliche ethische Bedenken bei Versuchen, die in ähnlicher Weise bei Pflanzen ohne Bedenken durchgeführt werden können.

Geschichte der Genetik

Schon zur Zeit der Antike versuchten Menschen Gesetzmäßigkeiten bei der Vererbung zu entschlüsseln. Allerdings musste man sich allein mit der Beobachtung begnügen. Mit der Entwicklung des Mikroskops und der anschließenden Entdeckung der Spermien durch Antoni van Leeuwenhoek im 17. Jahrhundert wurden wichtige Fortschritte gemacht. 1865 entdeckte der Augustinermönch Gregor Mendel grundlegende Gesetzmäßigkeiten bei der Verteilung von Erbanlagen auf die Nachkommen, die heute als Mendelsche Regeln bezeichnet werden.
Auch Darwins Evolutionstheorie beruht auf der Beobachtung und dem Vergleich von äußeren Merkmalen. Obwohl die Genetik zu Darwins Zeiten noch keine eigene Wissenschaftsdisziplin war, sehen Vertreter des Darwinismus ihre Theorie nachträglich durch die genetische Forschung als bestätigt an.


 

Fachzeitschrift

Eine Fachzeitschrift ist eine regelmäßige erscheinende Publikation, die sich überwiegend mit einem klar eingegrenzten Fachgebiet befasst und sich an berufsmäßig interessierte Leser wendet. Die Zielgruppe ist in der Regel fachlich eindeutig orientiert und daher äußerst homogen. Eine Fachzeitschrift dient der beruflichen und fachlichen Information und Weiterbildung. Eine Fachzeitschrift vermitteln fundiertes Fachwissen, eine Untergruppe stellt die Wissenschaftliche Fachzeitschrift dar. Die erste Fachzeitschrift wurde schon im frühen 18. Jahrhundert veröffentlicht.

Eine Fachzeitschrift erscheint in regelmäßigen, periodischen Abständen. Sie informiert im Unterschied zu einer Monografie zeitnah und aktuell. Fachzeitschriften und ihre Verlage sind in der zuständigen Abteilung Fachpresse des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels organisiert.

Im Jahre 2005 waren über 3.600 Titel verschiedene Fachzeitschriften in Deutschland erhältlich. Die Gesamtauflage betrug über 15 Millionen Exemplare. Neun von zehn Fachzeitschriften werden per Abonnement bezogen. Die meisten Fachzeitschriften werden in den Fachgebieten Medizin und Naturwissenschaften angeboten. Aber auch für die Bereiche Dienstleistung, Handel, Wirtschaft und Handwerk gibt es zahlreiche regelmäßige Publikationen.

Fachverlage und Redaktionen von Fachzeitschriften sind häufig recht klein und haben nur wenige Mitarbeiter. Zu den auflagenstärksten zählen das "Deutsches Ärzteblatt", "Deutscher Ärzte-Verlag" sowie die "Lebensmittel Zeitung".


 

Hintergrundinformationen zum Buchhandel

Mit Buchhandel wird zum einen der Vertrieb von Büchern als solches aber auch das Geschäft, in dem man Bücher erwerben kann, bezeichnet. Die typische Vetriebsform von Büchern ist immer noch das Ladengeschäft, also vorrangig die Buchhandlung.

Im fachlichen Sprachgebrauch unterscheidet man zwischen herstellendem Buchhandel (Verlagsbuchhandel), Buchgroßhandel (Zwischenbuchhandel) und Bucheinzelhandel (Sortimentsbuchhandel). Bücher haben als Kulturgut eine Sonderstellung, die durch die Buchpreisbindung und den ermäßigte Mehrwertsteuersatz auf Bücher unterstützt wird.

Der verbreitende Buchhandel vermittelt neben Büchern auch andere Verlagserzeugnisse und begleitende Artikel wie Schreibwaren und Geschenkartikel. Der Buchhandel bündelt die Angebote vieler Verlage und deckt damit die vielfältige Nachfrage der Endverbraucher. Umgekehrt liefert er den Lieferanten aus Verlags- und Zwischenbuchhandel Informationen über Kundenbedürfnisse und Absatzzahlen. Der Sortimentsbuchhandel sorgt letztlich für das Zustandekommen eines geldwerten Handelsgeschäftes mit Forderungen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Handelsbranchen ist die Preissetzungsfunktion im deutschen Buchhandel aufgrund der Buchpreisbindung auf den Produzenten des Handelsguts – die Verlage – beschränkt.



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