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Fachzeitschrift Medizin  
 

Medizin

Die Medizin ist die Lehre von der Erkennung, der Behandlung aber auch der Vorbeugung von Krankheiten und Verletzungen von Mensch und Tier. Ziel ist die Erhaltung oder Wiederherstellung der bestmöglichen Gesundheit. Dazu wurde und wird die Beschaffenheit und Funktion des menschlichen (Humanmedizin) und tierischen Körpers (Veterinärmedizin) im gesunden als auch im kranken Zustand untersucht. Das Wort Medizin leitet sich aus dem lateinischen Ausdruck "ars medicina" ab, was für "Heilkunst" oder auch "Heilkunde" steht. Umgangssprachlich werden auch Arzneimittel "Medizin" genannt.

In der Medizin werden im Idealfall wissenschaftliche Erkenntnisse mit den Resultaten der Anamnese sowie der ärztlichen Intuition und Erfahrung kombiniert, um in jedem speziellen Falle dem Patienten die bestmögliche Behandlung zu verabreichen.

Häufig spielt dabei die persönliche Patient-Arzt-Beziehung eine große Rolle. Diese entsteht immer dann, wenn jemand mit einem gesundheitlichen Problem vertrauensvoll an einen Spezialisten wendet. Für jede Form der Heilberufe ist die Entwicklung einer solchen Beziehungen vom Patienten zum Behandler von großer Bedeutung. Auf Basis dieser Vertrauensbeziehung können gültige Daten zur Krankengeschichte des Patienten erhoben werden oder eine gründliche klinische Untersuchung durchgeführt werden. Technische Verfahren zur Untersuchung von Krankheiten werden in der Medizin von speziellen Labors durchgeführt. Kommen bildgebende Verfahren in der Medizin zum Einsatz, so sind dies Röntgenuntersuchungen oder Kernspinverfahren bzw. Elektrokardiogramme. In der Medizin ist es eine besondere Kunst, die Vielzahl der Fakten und Beobachtungen zur Diagnose zu vereinen. Nur eine korrekte Diagnose ermöglicht die erfolgreiche Behandlung mit der Auswahl der besten Therapie.

Behandlungsziele in der Medizin sind die Prävention (Vorbeugung) von Erkrankungen, die Kuration (Heilung) von heilbaren Erkrankungen, die Palliation (Linderung) der Beschwerden in unheilbaren Situationen, aber auch die Rehabilitation (Wiederherstellung) der körperlichen und geistigen Fähigkeiten der Patienten.


Spektrum der Medizin

Die Vielfalt der Krankheiten und ihrer Behandlungsmöglichkeiten hat zu einer Aufgliederung der Humanmedizin und der Veterinärmedizin in eine große Anzahl von Fachgebieten und Subspezialisierungen geführt (siehe: Liste medizinischer Fachgebiete). Die Zahnmedizin nimmt dabei eine Sonderstellung ein.

Zum Bereich der Medizin gehören neben der Humanmedizin (siehe auch Medizinische Fakultät) die Veterinärmedizin (Tierheilkunde/Tiermedizin), in einem weiteren Verständnis auch die Phytomedizin (Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten und Schädlingen). In diesem umfassenden Sinn ist Medizin die Lehre vom gesunden und kranken Lebewesen.

Grundlagen der modernen Medizin bilden die Naturwissenschaften (Biologie, Chemie, Physik), speziell Humanbiologie, Anatomie, Biochemie, Physiologie, ergänzt durch Psychologie und Sozialwissenschaften. Aufgrund der mangelnden Theoriebildung kann die Medizin jedoch nur sehr eingeschränkt als Wissenschaft bezeichnet werden. Der Ansatz der Evidenz basierten Medizin versucht hier Abhilfe zu schaffen, indem die klinische Entscheidungsfindung an wissenschaftlichen Erkenntnissen ausgerichtet wird, das heißt, Therapieformen werden nur dann akzeptiert, wenn ihre Wirksamkeit mittels wissenschaftlicher Studien nachgewiesen wurde. Dennoch bildet die Medizin zusammen mit den Naturwissenschaften in der heutigen Wissenschaftslandschaft, insbesondere an Universitäten, einen Eckpfeiler der Forschung und Finanzierung, womit auch ihr hohes Ansehen in der Allgemeinheit teilweise begründet werden kann.


 

Fachzeitschrift

Eine Fachzeitschrift ist eine regelmäßige erscheinende Publikation, die sich überwiegend mit einem klar eingegrenzten Fachgebiet befasst und sich an berufsmäßig interessierte Leser wendet. Die Zielgruppe ist in der Regel fachlich eindeutig orientiert und daher äußerst homogen. Eine Fachzeitschrift dient der beruflichen und fachlichen Information und Weiterbildung. Eine Fachzeitschrift vermitteln fundiertes Fachwissen, eine Untergruppe stellt die Wissenschaftliche Fachzeitschrift dar. Die erste Fachzeitschrift wurde schon im frühen 18. Jahrhundert veröffentlicht.

Eine Fachzeitschrift erscheint in regelmäßigen, periodischen Abständen. Sie informiert im Unterschied zu einer Monografie zeitnah und aktuell. Fachzeitschriften und ihre Verlage sind in der zuständigen Abteilung Fachpresse des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels organisiert.

Im Jahre 2005 waren über 3.600 Titel verschiedene Fachzeitschriften in Deutschland erhältlich. Die Gesamtauflage betrug über 15 Millionen Exemplare. Neun von zehn Fachzeitschriften werden per Abonnement bezogen. Die meisten Fachzeitschriften werden in den Fachgebieten Medizin und Naturwissenschaften angeboten. Aber auch für die Bereiche Dienstleistung, Handel, Wirtschaft und Handwerk gibt es zahlreiche regelmäßige Publikationen.

Fachverlage und Redaktionen von Fachzeitschriften sind häufig recht klein und haben nur wenige Mitarbeiter. Zu den auflagenstärksten zählen das "Deutsches Ärzteblatt", "Deutscher Ärzte-Verlag" sowie die "Lebensmittel Zeitung".


 

Hintergrundinformationen zum Verlagsbuchhandel

Der Verlagsbuchhandel, also der herstellende Buchhandel, umfasst alle Betriebe, die Bücher, Bilder, Landkarten, usw. produzieren. Man unterscheidet dabei in Allgemeinverlage, die mit ihren Erzeugnissen ein weites Spektrum an Themen abdecken und Fachverlage, die sich auf ein oder mehrere Fachgebiete spezialisieren.

Durch die fortschreitender Konzernbildung im Buchsektor gehören viele Verlage inzwischen zu einer Verlagsgruppe und veröffentlichen unter ihrem angestammten Namen, operieren oft aber nicht mehr eigenständig. Der Verlag besitzt die Rechte zur Produktion und zum Vertrieb der von ihm verlegten Buchtitel. Bei der Annahme eines Manuskriptes kommt es zum Vertrag mit dem Autor, bei dem er als Urheber das Recht zur Vervielfältigung, Verbreitung und Nutzung gegen ein vereinbartes Honorar an den Verlag überträgt. Im Gegenzug verpflichtet sich der, zu drucken, zu verbreiten und zu werben. Bei der Herstellung des Buches legt der Verlag den Buchtitel fest. Er bestimmt auch in der Verlagsherstellung die äußere Gestaltung wie Typografie, Einband und Schutzumschlag und setzt den gebundenen Ladenpreis im Rahmen der gesetzlichen Buchpreisbindung fest.

Verlagsvertreter vermitteln die Produkte der Verlage an die Buchhandlungen. Die Bestellungen laufen heute jedoch seltener über sie sondern vielmehr über direkten Datenaustausch. Verlagsvertreter können fest angestellte Reisende eines Verlags sein oder selbständige Handelsvertreter eines oder mehrerer nicht konkurrierender Verlage. Die Bedeutung des Berufs ist in der Branche aber rückläufig.



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